Jahreswirtschaftstagung vom 9. bis 10. November 2005Jahreswirtschaftstagung 2005
Die Globalisierung der Weltwirtschaft bedeutet nicht nur, dass die Intensität der zwischenstaatlichen Beziehungen sich in vielen ökonomischen Bereichen weiter vertieft. Bedeutsam ist auch, dass es zu gravierenden Änderungen in Bezug auf die Ebenen, Formen und Inhalte von Staatlichkeit kommt. Die Funktionsweisen des Nationalstaates werden verändert, und die Steuerungsformen müssen in vielen Bereichen und auf vielen Ebenen neu konfiguriert werden. So verfügt die nationale Politik nicht mehr über ihre originären Steuerungsinstrumente wie Geld- und Währungspolitik und wird auch in anderen Möglichkeiten der Wirtschaftspolitik, wie der Steuer- und Handelspolitik, immer mehr von supra-nationalen Organisationen (EU, WTO) beeinflusst. Die Verlagerung von staatlichen Aufgaben auf die internationale Ebene erfordert wiederum eine Auseinandersetzung mit neuen Global-Governance-Strukturen. Andererseits verliert der Nationalstaat nicht nur Aufgaben und Kompetenzen, sondern muss in einigen Bereichen auch neue Aufgaben übernehmen, wie die Sicherung von internationaler Wettbewerbsfähigkeit durch die Bereitstellung von Infrastruktur, funktionsfähigen Finanz- und Innovationssystemen und einem gut ausgebildeten Angebot an Arbeitskräften. Für die Unternehmen (in der Region) wiederum bedeutet das Fortschreiten des Globalisierungsprozesses die Notwendigkeit zur Verbesserung von Managementstrategien mit zunehmend globaler Dimension, eine Verbesserung von Controlling und Monitoring sowie der Logistik in der gesamten Wertschöpfungskette von den Bezugsmärkten über das produzierende Unternehmen selbst bis hin zu den Absatzmärkten. Eine zunehmende Internationalisierungsstrategie der Unternehmen bedeutet auch eine Neuordnung des Verhältnisses von Arbeit und Kapital, respektive die Schwächung der Verhandlungsposition des (vergleichsweise) immobilen Faktors Arbeit. Will der Nationalstaat weiterhin an der Zielsetzung der Beschäftigungssteigerung festhalten, impliziert dies, dass im gesamtwirtschaftlichen Kontext neue Antworten zu finden bzw. neue Handlungsempfehlungen für die Politik zu entwerfen sind. Dieses Ziel setzt sich die XI. Jahreswirtschaftstagung des Institut für Weltwirtschaft und Internationales Management (IWIM) der Universität Bremen. Auf der vom 9. bis 10.November 2005 in Bremen stattfindenden Tagung soll mit Wissenschaftlern, Experten und Praktikern/Unternehmensvertretern unterschiedlichster Couleur diskutiert werden, wie den Herausforderungen veränderter Spielräume der Politik und wirtschafts- und sozialpolitischer Akteure begegnet werden kann und welche neuen Handlungsempfehlungen sich hieraus ableiten lassen.
Ort: World Trade Center Bremen
Termin: 9. bis 10. November 2005
Veranstalter: Institut für Weltwirtschaft und Internationales Management (IWIM) Universität Bremen Fachbereich Wirtschaftswissenschaft
Ansprechpartnerin: Frau Maren Wiegand-Kottisch Telefon: 0421 / 218-3429 Fax: 0421 / 218-4550 e-mail: 
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