Chamorro Dance Workshop

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Chamorro Dance Workshop

Sa, 13. Januar, 10h
Tanzschule Renz

Schon vor dem offiziellen Auftakt des Bremer Programms zum "Jahr der Geisteswissenschaften 2007" am 17. Februar eröffnete das IAAS (Institut für Allgemeine und Angewandte Sprachwissenschaft) der Universität Bremen sein Veranstaltungsangebot.



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Unter dem Motto "Die Sprache zum Tanzen bringen" fand am Samstag, dem 13. Januar 2007 kostenlos und ganztägig der "Chamorro Dance Workshop" statt, ein Kooperationsprojekt des IAAS, der Tanzschule Renz und des Überseemuseums.
Auf Einladung des IAAS war Erikarose A. Camacho nach Bremen gekommen, um in den Räumlichkeiten der Tanzschule Renz und des Überseemuseums im Rahmen des Workshops austronesisch und spanisch beeinflussten traditionellen Tanz der Chamorro-Gemeinschaft von Guam vorzuführen, zu unterrichten und kulturell einzuordnen. Die Wiederbelebung der traditionellen Tanzformen ist für die Bewahrung der vom Ausstreben bedrohten einheimischen Sprache der Chamorros wichtig. Der Tanz ist fest mit Gesang in Chamorro verbunden und stellt damit eine der Nischen dar, in denen die gegenwärtig vom Englischen bedrängte Chamorro-Sprache noch konkurrenzlos ist.


Die Veranstaltung erfreute sich reger Beteiligung, so dass sich am Samstagmorgen etwa 80 Interessierte in der Tanzschule Renz einfanden, um Einblicke in die Tanzkultur Guams zu erhalten und etwas über die Chamorro-Sprache zu erfahren. Von Beginn an beteiligten sich die Teilnehmer rege an den traditionellen Tänzen der Chamorros, die Erikarose A. Camacho unterrichtete. Nach über zwei Stunden teils schweißtreibenden und mehr oder weniger graziösen Tanzgeschehens wechselte nach der Mittagspause der Veranstaltungsort, und der Workshop wurde im Überseemuseum fortgesetzt. Hier vermittelte Prof. Dr. Thomas Stolz zunächst in einem kurzen Vortrag wissenswerte Fakten und interessante Anekdoten über die Kultur und die Sprache der Chamorros auf Guam. Unter die bisherigen Gäste mischten sich zunehmend auch Museumsbesucher, die interessiert den Ausführungen lauschten. Nach Abschluss des theoretischen Teils präsentierte Frau Camacho Tänze in einer Solovorführung zu Gesängen in Chamorro. Auch im Überseemuseum wurden die Besucher daraufhin erneut selbst tätig: Sie gaben eine Kostprobe der zuvor erlernten Tänze und sangen gemeinsam mit Erikarose A. Camacho Lieder in Chamorro. Aber auch für Ausführungen der Dozentin blieb noch Raum. Um den Interessierten weitere Einblicke in die Geschichte und Kultur der Chamorros zu geben, berichtete sie über sich selbst, ihren kulturellen Hintergrund und die Bedeutung, die die Chamorro-Kultur und -Sprache für sie selbst hat. Daraufhin hatte das Publikum die Möglichkeit, Fragen an sie zu stellen. Nach Abschluss des Programmteils im Museum wurden die Besucher dazu eingeladen, sich ein weiteres Mal in der Tanzschule einzufinden, um den Tag dort abzurunden. Der "harte Kern" der Teilnehmer, der die Veranstaltung über den gesamten Tag verfolgt hatte, wurde dort abschließend kulinarisch in Form eines inseltypischen Buffets belohnt. Im Angebot waren eine Kokossuppe mit Huhn, Lauch und Mais, Rindfleisch mit rotem Reis und Mangopudding. Es wurde gegessen, getrunken, gesungen, geredet und gelacht, so dass der vielfältige Workshoptag einen gelungenen Ausklang fand.


Für die Bremer Linguisten und Linguistinnen läutete der Workshop gleichzeitig die heiße Phase der Vorbereitung der im Mai stattfindenden Guam-Exkursion ein, die der Erforschung der Chamorro-Sprache dient. Man darf gespannt sein, welche interessanten Ergebnisse die Studierenden von ihrer Forschungsreise mit nach Hause bringen. Auf jeden Fall tragen sie somit auch zum Erhalt der Sprache bei.





Veranstaltungstipp!

Aus der Reihe "Geistreich - Einsichten in die Geisteswissenschaften"
"Was machen Bremer Linguisten in der Südsee?" - Ein bebilderter und vertonter Bericht über eine linguistische Expedition nach Guam zur Erforschung der Chamorro-Sprache
Prof. Dr. Thomas Stolz
Do, 28. Juni 2007, 17-19h
Universität Bremen, GW1 A0160

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