Von der Laterna Magica ins Dschungelcamp
Wissenschaftskino in Bremerhaven Forscherdrang, Neugierde und wissenschaftliche Fragestellungen haben ganz wesentlich die Erfindungen hin zum bewegten Bild, zum Cinematographen begründet. Die "Zerlegung" von Bewegungsabläufen; humanmedizinische und tiermedizinische Interessen zur Therapie von Verletzungen durch Kenntnis der Bewegungsabläufe spielten dabei eine große Rolle. Dass mit der neuen Technik Bewegungen "in Echtzeit" gezeigt werden konnten, machte jedoch auch Probleme: Es ist überliefert, dass bei der ersten öffentlichen Filmvorführung des Films "L´arrivée du train en gare" (1895 in Paris) die Zuschauer fluchtartig und schreiend das Etablissement verlassen haben. Sie hatten Angst, überfahren zu werden... Heute sind wir misstrauischer den Bildern gegenüber geworden: Kriege, die im Fernsehen stattfinden, 24 Stunden Nachrichtensendungen, die gefüllt sein wollen, tägliche Doku-Soaps, die vorgaukeln, die Realität abzubilden und das Generieren von digitale Bildern, die eine Ursprungs- oder Authentizitätsüberprüfung verweigern, lassen uns am Wahrheitsgehalt von Bildern zweifeln. In einer Vortrags- und Filmreihe mit fünf Veranstaltungen wird das Thema für Jung und Alt aufbereitet.
Ansprechpartner: Bernd Glawatty Magistrat Bremerhaven Kulturladen Grünhöfe/ im DLZ Tel.: +49 (0)471 3087 865

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